Perth, Westaustralien

73 Tage um die Welt und heute, den 7.1.2019 ist meine Reise gestartet. Ich bin von Frankfurt via Kuala Lumpur nach Perth, Westaustralien geflogen und ich bin begeistert, es gibt kein Jetlag. Es sind immerhin 7 Stunden Unterschied, aber ich habe im Flugzeug wenig geschlafen und so war ich um 21h müde. Vorher habe ich kurz die Stadt angesehen, einige Fotos gemacht und mein Plan für die nächsten Tagen gecheckt. Der rote Kontinent ist ein Begriff für Australien, aber jetzt habe ich diese Farbe vom Flugzeug gesehen. Fantastisch!

Pinguine Island

Heute reise ich nach Pinguine Insel. Die Insel liegt ca. 1 Stunde von Perth entfernt und beheimatet die kleinste Pinguine der Welt. Hier ist eine der größten Kolonien im Südhalbkugel. Diese kleine Tiere sowie viele andere Vogel benutzen die Insel als Brutplatz und leben hier von April bis November. In dieser Zeit ist es für Touristen geschlossen. Von Dezember-April kann man die Insel besuchen und das Rehabilitationszentrum ansehen. Hier werden verletzte Tiere gesammelt, gefüttert und nach bestimmter Zeit in die Freiheit gelassen. Man kann eine Wanderung um die Insel machen und sowohl viele Vögel, Seelöwen und Delfine als auch Wildpinguine beobachten. Um 9h erreiche ich die Insel und nach der 5 minütigen Fährefahrt starte ich meine Rundwanderung. Übrigens man kann das Wasser statt mit der Fähre zu Fuß überqueren. Es gab schon einige Mutige, aber es ist nicht 100% empfehlenswert.

Nach 10 Minuten hatte das Glück einen Wildpinguine auf der Insel zu sehen. Es war ein winziges Tier und gut versteckt in einer Höhle. Die Pinguine sind sehr schüchtern und es war sehr schwer zu fotografieren 🙂

Ausserdem haben mich zahlreiche Vögel wirklich begeistert, besonders die Pelikane.

Ich habe die Zeit bis zum Pinguine Füttern mit Schwimmen im kristallklaren Wasser verbracht. Die Insel ist auch sehr populär unter den Familien als Picknick Ort und es war ziemlich voll. Langsam bin ich zum Highlight des Tages gekommen und das Rehabilitationszentrum besucht. Es gibt ca. 10 Pinguine, die entweder verletzt oder verloren waren und die Mitarbeiter sorgen für sie, indem geheilt und gefüttert werden. Es war traumhaft diese Tiere so nah zu erleben. Sie sind noch halbwild und an den Touristen gewöhnt.

Yanchep National Park, Pinnacles und Sandboarding, Moore Fluss und Ozean

Es ist ein volles Programm! Diese Tour habe ich über bookme.com.au zum Superpreis gebucht, damit ich die beste Plätze in West Australien an einem Tag sehe. Wir waren 8 Personen und sind morgen früh mit dem Guide Susan von „Travel with Twist“ gestartet. Nach 1,30 h haben wir die Stadt Guilderton erreicht. Sie ist ein Geheimtipp für die Einwohner von Perth, die hier über das Wochenende campen. Hier treffen sich der Fluss und das Ozean und die Leute betreiben unterschiedliche Wasseraktivitäten. Die Mündung des Flusses und die ganze Region wurde seit Ewigkeit von Yued Aborigines benutzt. „Moory river“ war auch extrem wichtig für ihre kulturelle und spirituelle Tätigkeiten. Später im Jahr 1951 wurde die Stadt Guilderton im Namen von gestrandeten Marinern eines holländischen Schiffswracks „Vergulde Draeck“ gegründet. Die ganze Umgebung ist Teil von wunderschöner Natur mit Flora und Fauna. Erstaunlicherweise reguliert sich das süße und salzige Wasser naturgemäß.

Wir fahren weiter zum weltberühmten Pinnacles, die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in West Australien. Diese Umgebung ist vor 40.000 Jahren zum ersten Mal von Yued (Noongar Sprachgruppe) Aborigines besiedelt. Sie waren Nomadenvolk mit 6 Saisons und es wurden ihre regulären Wege gefunden. In den trockenen Sommer und Herbst sind sie für Fischen und Jagd zu den Küsten und anderen Wasserquellen gegangen. Später sind die Holländer mit ihren Handelsschiffen gekommen. Sie haben neue Wege von Batavia (Jakarta) nach West Indien gesucht. Beweise dafür sind viele gestrandete oder zerstörte Schiffswracks.

Wie sind die Pinnacles entstanden und warum existieren sie in ungewöhnlichen Formen? Aus geologischer Sicht ist dieses Naturmonument ziemlich jung und vor ca. 6.000 Jahren kreiert. Eine große Rolle spielen der ständige Wind und die Wüste in der Umgebung. Wie immer war die armenische Flagge dabei und hat für armenischen Fuß in der Region gezeugt!

Auch die Flora in der Umgebung ist einzigartig, wie zum Beispiel der Weihnachtsbaum. Dieser Baum blüht nur 2 Monaten (Dezember und Januar) im Jahr.

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir Lancelin. Diese Stadt ist mit seiner Küste und Dünen berühmt. Man kann Kite – oder Windsurfing treiben, weil sehr windig ist. Wir sind aber zum Sandboarding gefahren. Es ist etwas sehr Ungewöhnliches. Schneeweiße Dünen laden zu dieser Sportart ein und es macht richtig Spaß.

Yanchep National Park

Unser Ziel war der Yanchep Park beim Sonnenuntergang zu erreichen, weil die Wildkangaroos zu dieser Zeit am meisten sind. Außerdem kann man Koalas, Vögel und Insekten beobachten. Es ist grandios! In Australien existieren 3 Arten von Kangaroos und die Graue sind nur in Westaustralien zu finden. Interessant ist die Schwangerschaft bei diesen Tieren. Wird das Kind geboren, geht erstmals raus und dann kommt wieder im Sack der Mutter für 3 Monaten. Man darf sie in freier Umgebung nicht annähern, weil sie attackieren ganz schnell.

Im Park haben wir auch einige Koalas gesehen. Sie sind Nachttiere und am Tag schlafen fast immer. Ein Tier war aber wach und wir haben die Möglichkeit genutzt, sie zu beobachten. Einfach niedlich!!!

Rottnest Insel

Diese Insel ist als Tagesausflug sehr beliebt und liegt ca. 45 Minuten mit der Fähre entfernt. Ich habe mich für eine 15 minütige Fahrt nach Freemantle entschieden. Die Überfahrt von hier ist kürzer sowie günstiger und ich habe mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt kombiniert. Um 9h starten wir vom Hafen und gleichzeitig erscheinen 2 Delfine, großartig. In der Umgebung leben viele Wilddelfine und man kann sogar eine Tour zum Beobachten oder Schwimmen unternehmen. Da ich schon in Mauritius gemacht habe, möchte ich es nicht noch einmal erleben. Auf der Insel kann man viel unternehmen und einen ganzen Tag aktiv bleiben. Ich habe als Erstes die Quokkas entdeckt.

Diese niedliche Tiere existieren nur hier und sind überall zu finden. Eine Quokka Selfie ist Pflicht und ich habe es gemacht. Die Quokkas sind standig schwanger und dieser Naturprozess ist nur bei denen zu finden. Ausserdem sind sie Vegetarier und essen bestimmte Pflanzen.

Rottnest Island wurde mit Gefangenen besiedelt, die hier als Sklaven in der Salzindustrie gearbeitet haben. Das war ein lukratives Geschäft und die Insel hat ganze Westaustralien mit Salz beliefert.

Ich habe eine Wanderung um die Insel gemacht und es war wunderschön. Zuerst bin ich zum Lichthaus gegangen und meine Siesta am Strand gemacht! Einfach ein Traum.

Eine Stunde später bin ich zu Salzseen gegangen. Es gibt 12 Seen auf der Insel und im Sommer trocknen einige aus. Die Salzseen wurden in der Vergangenheit auch auch zum Baden genutzt, heute sind aber hauptsächlich Brüteplatz für unterschiedliche Migrationvögel und bieten einzigartige Vorteile für das Ökosystem an. Auch zahlreiche Quokkas sind in den Büschen versteckt 🙂 Dank mikroskopischen Algen und ihre Beta Karotin, sind die Seen in rot verfärbt.

Ich verlasse die Insel in Richtung Freemantle und möchte meinen Nachmittag in dieser Stadt verbringen. Vom Hafen mache ich einen Spaziergang und bewundere die schöne Architektur. Freemantle wurde 1829 von britischen Siedlern gegründet und zählt ca. 25.000 Einwohner.

Sehenswert sind der Hafen mit vielen Restaurants und Fischer Denkmal sowie der Stadtmarkt.

Ich beiele mich, weil ich heute Abend einen Treff mit der armenischen Gemeinde organisiert habe. Es ist immer wunderschön, wenn ich Armenier rund um die Welt treffe. Syuzi und Vardan haben Zeit für mich gefunden und wir haben tolle Zeit verbracht. Sie haben mir über die ca. 200 Armenier in Perth sowie armenische Organisationen wie Hay Tad erzählt. Einen großen Kampf haben die Armenier in dieser Stadt gewonnen. Am 25.4 ist in Australien der Anzac. An diesem Tag erinnern alle an gefallenen Soldaten im Ersten Weltkrieg, der Kampf von Gallipoli. Türkische Regierung wollte der Anzac Tag auf dem 24.4 verschieben und so die Gedenken an Armenischen Genozid verhindern, es hat nicht geklappt. Ein großes Monument mit den Namen der Soldaten ist im Kings Park zu finden.

Wie immer war die armenische Flagge dabei!

Am Samstag habe ich tolle Stadt Perth angesehen. Es ist eine Stadt mit viel Geschichte, Kultur sowie Parks und edle Architektur. Natürlich die erste Siedler in Perth und Swan Valley vor 20.000 Jahre waren die Aborigenen von Noongar Sprachgruppe. Der Fluss war im Allgemeinen ihr physische und geistliche Leben und sehr wichtig für die 6 Saisone der Völker. Sie haben sich mit Fisch ernährt und Boote für das Verkehr gebaut. Auch später im 19. Jahrhundert war der Swan Fluss für den Handel und Erholung sehr wichtig. Es wurden zahlreiche Kaie gebaut und somit florierte das Schiffsverkehr.

Sehenswert sind Bell Turm, Yagan Platz, Kings Park und die zahlreichen Restaurants und Bars. Perth ist eine Metropole mit ca. 2 Millionen Einwohner, aber wirkt sehr gemütlich und familienfreundlich mit seinem Parks und Erholungsmöglichkeiten.

Mein letzter Tag habe ich in Swan Valley verbracht und einen Bericht über die Weine in dieser Region geschrieben. Cheers!

http://www.faseco.eu/wein-verkostung-in-swan-valley-western-australia/