Tasmanien, Australien

Nach 2 tollen Wochen in Victoria, Australien, bin ich nach Tasmanien geflogen. Für mich war diese Insel ziemlich unbekannt und außer „Tasmanian Devil“ habe ich nichts gehört. Deshalb habe ich eine komplette Reise von 8 Tagen mit „Down under down“ gebucht. Sie beinhaltet 3 Tage in Hobart mit Tagestouren in der Umgebung und 5 Tage Umrundung der Insel 🏝.

Richmond, Port Arthur, Hobart

Ich bin von John um 7:30 abgeholt und zusammen mit den anderen 7 Teilnehmern sind wir nach Richmond gefahren. Es ist eine kleine historische Stadt mit britischer Atmosphäre wie fast alles in Tasmanien. Hier wurde die erste Brücke in Australien im 1825 gebaut, die die Ingenieurkunst der Kolonie zeigte. Sie diente als Transportweg von Waren und Menschen nach Port Arthur und der Ostküste.

Nach 10 Minuten zu Fuß erreiche ich die älteste Katholische Kirche in Australien aus dem Jahr 1837. Sie ist in diesen frühen Stunden leider geschlossen und ich kann Ihre Architektur nur von außen geniessen.

In Richmond sind noch einige renovierte Gebäuden von 19. Jahrhundert sowie ein Gefängnis zu sehen, das als Zwischenstation zu Port Arthur diente. Wir fahren weiter und geniessen die malerische Natur.

Nach einigen Zwischenstopps erreichen wir Port Arthur. Diese historische Stadt hat eine wichtige Rolle in modernen Australien gespielt. Hier handelt sich um ein Gefängnis des britischen Imperiums und später wurde als die erste Siedling auf der Insel gegründet. Die Zahl der Häftlinge und Wachpersonal mit Familien erreichte ca. 2000 Leute. Hier wurden sowohl die schwerste Verbrecher als auch kleine Diebe geschickt und die jüngsten Häftlinge waren 9 Jahre alt. Das Gefängnis wurde gezielt hier gebaut, weil auf der einen Seite Wald und auf der Anderen Tasmansee liegen. So macht es unmöglich das Gefängnis zu entfliehen. Das britische Imperium brauchte Arbeitskräfte und das Konzept hier war die Häftlinge auszubilden und zu erziehen, sog. stille psychische Erziehung, damit die Insassen über ihre Taten nachdenken und bereuen. Alle Häftlinge mussten auch die Sonntagsgottesdienste besuchen.

In heutiger Zeit ist Port Arthur eine Touristenattraktion und zieht zahlreiche Gäste an. Seit 2010 ist in der Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.

An diesem Tag haben wir auch die Ostküste der Insel angesehen und sie ist fantastisch. Steile Kliffe und wunderbare Formationen wie z. B. die Abbildung der Karte von Tasmanien in dieser Hölle!

Am Nachmittag sind wir zurückgekommen und ich habe die Hauptstadt Hobart erkundigt. Sie ist überschaubar und die meisten Museen sowie historische Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe des Hafens. Die Stadt wurde im Jahr 1804 entdeckt und nach Lord Hobart genannt.